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adversus infirmitas

JÄH AUS DEM LEBEN GERISSEN ? PLÖTZLICH EINGESCHRÄNKT ?

Die Vorgeschichte - Teil 1

2012 ist das Jahr, in dem es mir passierte. Von einem Tag auf den anderen veränderte sich mein Leben vollständig.
Ein kleines Bakterium wütete in meinem Körper und zwang mich binnen kürzester Zeit in den Rollstuhl.
Niemals hätte ich geglaubt, dass mir so etwas passieren könnte.

Zunächst fiel ich in ein großes Loch, gab mich aber nicht verloren.
Ich lebte noch und hatte keine Einschränkungen im Kopf.
Klares Denken ist das wichtigste nach einem solchen Schlag.
Und ich hatte keine  Sprachstörungen - nur etliche Wochen ohne die Möglichkeit, etwas zu sagen,
weil man mich in ein künstliches Koma versetzt hatte.

In dieser Zeit verlor ich wichtige Teile meiner Gliedmaßen.
Von der Amputation bekam ich nichts mit, OP-Schmerzen hatte ich keine,
nur Schmerzen in den nicht mehr vorhandenen Körperteilen,
den sogenannten Phantomschmerz.

Aber nun saß ich erst einmal im  Rollstuhl, das heißt ich sah diesen vor mir stehen.
Ein selbstständiger Wechsel vom Bett in den Stuhl oder vom Rollstuhl ins Bett war viele Wochen nicht möglich.
Schließlich hatte ich mehr als drei Wochen keinerlei Muskelanstrengungen gehabt.
Und in drei Wochen Inaktivität verliert sich die ganze Muskelkraft.
Mehr als drei Monate dauert es mindestens, die ursprüngliche Muskelkraft mit geeigneten Übungen wiederherzustellen.
Ein damals langer Weg


>>  Teil 2
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© Uwe Schneider 2021